»Weiter sodann, ihr Mönche: nach völliger Ueberwindung der Gränzscheide möglicher Wahrnehmung erreicht der Mönch die Auflösung der Wahrnehmbarkeit, und des weise Sehenden Wahn ist aufgehoben. Ein solcher, ihr Mönche, wird Mönch genannt: geblendet hat er die Natur, spurlos vertilgt ihr Auge, entschwunden ist er der bösen, entronnen der Weltlichkeit.«
Also sprach der Erhabene. Zufrieden freuten sich jene Mönche über das Wort des Erhabenen.
26.
Dritter Theil
Sechste Rede
DAS HEILIGE ZIEL
Das hab’ ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Sāvatthī, im Siegerwalde, im Garten Anāthapiṇḍikos. Und der Erhabene, zeitig gerüstet, nahm Mantel und Schaale und ging nach der Stadt um Almosenspeise. Da nun begaben sich viele Mönche zum ehrwürdigen Ānando und sagten zu ihm:
»Lang’ ist es her, Bruder Ānando, seitdem wir vom Munde des Erhabenen ein lehrreiches Gespräch gehört haben: gut wär’ es, Bruder Ānando, wenn wir vom Munde des Erhabenen ein lehrreiches Gespräch zu hören bekämen.«
»Wohlan, Ehrwürdige, so begebt euch zur Klause des Brāhmanen Rammako, vielleicht werdet ihr vom Munde des Erhabenen ein lehrreiches Gespräch zu hören bekommen.«