»Nein, ihr Würdigen, nicht Er, der Erhabene, der Meister war bei mir, sondern ein Jünger, der ehrwürdige Mahāmoggallāno.«

»Heil dir, Würdiger, der du einen Jünger von so hoher Macht, von so hoher Gewalt kennst: ach, wie mag dir erst Er, der Erhabene, der Meister erschienen sein!«

Da begab sich nun der ehrwürdige Mahāmoggallāno zum Erhabenen, begrüßte den Erhabenen ehrerbietig und setzte sich zur Seite hin. Zur Seite sitzend wandte sich nun der ehrwürdige Mahāmoggallāno an den Erhabenen:

»Bestätigt wohl, o Herr, der Erhabene eben zuvor einem gewissen großmächtigen Geiste die Erlösung durch Versiegung des Durstes kurz dargelegt zu haben?«

»Ich bestätige es, Moggallāno. Sakko, der Götter König, kam da zu mir, begrüßte mich ehrerbietig und stellte sich seitwärts hin. Seitwärts stehend, Moggallāno, sprach nun Sakko, der Götter König, also zu mir: ›Inwiefern ist wohl, o Herr, ein Mönch, kurz gesagt, durch Versiegung des Durstes erlöst, durchaus gefeit, durchaus gesichert, durchaus geheiligt, durchaus vollendet, Höchster der Götter und Menschen?‹ — Hierauf, Moggallāno, erwiderte ich dem Götterkönige Sakko: ›Da hat, König der Götter, ein Mönch gehört: ‚Kein Ding ist der Mühe werth.‘ Wenn der Mönch, König der Götter, dies gehört hat ‚Kein Ding ist der Mühe werth‘, so betrachtet er jedes Ding; und wenn er jedes Ding betrachtet hat, durchschaut er jedes Ding; und wenn er jedes Ding durchschaut hat und nun irgend ein Gefühl empfindet, ein freudiges oder leidiges oder weder freudig noch leidiges, so beobachtet er bei diesen Gefühlen die Gesetze der Vergänglichkeit, der Aufhebung, der Auflösung, der Entäußerung; und indem er bei diesen Gefühlen die Gesetze der Vergänglichkeit, der Aufhebung, der Auflösung, der Entäußerung beobachtet, hangt er nirgend in der Welt an; ohne anzuhangen wird er nicht erschüttert, unerschütterlich gelangt er eben bei sich selbst zur Erlöschung: ‚Versiegt ist die Geburt, vollendet das Asketenthum, {256} gewirkt das Werk, nicht mehr ist diese Welt‘ versteht er da. Insofern, König der Götter, ist ein Mönch, kurz gesagt, durch Versiegung des Durstes erlöst, durchaus gefeit, durchaus gesichert, durchaus geheiligt, durchaus vollendet, Höchster der Götter und Menschen.‹ Auf solche Weise bestätige ich, Moggallāno, dem Götterkönige Sakko kurzgefasst die Erlösung durch Versiegung des Durstes dargelegt zu haben.«

Also sprach der Erhabene. Zufrieden freute sich der ehrwürdige Mahāmoggallāno über das Wort des Erhabenen.


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Vierter Theil