»Durch Auflösung des Bewusstseins, o Herr, wird Bild und Begriff aufgelöst: so verhält es sich mit uns. Durch Auflösung des Bewusstseins wird Bild und Begriff aufgelöst.«

»‚Durch Auflösung der Unterscheidungen wird Bewusstsein aufgelöst‘, das ist da wohl gesagt worden; erreichen wir nun, ihr Mönche, durch Auflösung der Unterscheidungen die Auflösung des Bewusstseins, oder wie verhält es sich hiermit?«

»Durch Auflösung der Unterscheidungen, o Herr, wird Bewusstsein aufgelöst: so verhält es sich mit uns. Durch Auflösung der Unterscheidungen wird Bewusstsein aufgelöst.«

»‚Durch Auflösung des Unwissens werden Unterscheidungen aufgelöst‘, das ist da wohl gesagt worden; erreichen wir nun, ihr Mönche, durch Auflösung des Unwissens die Auflösung der Unterscheidungen, oder wie verhält es sich hiermit?«

»Durch Auflösung des Unwissens, o Herr, werden Unterscheidungen aufgelöst: so verhält es sich mit uns. Durch Auflösung des Unwissens werden Unterscheidungen aufgelöst.«

»Wohl, ihr Mönche. Und somit, ihr Mönche, sprecht ihr es aus, und spreche ich es aus: Wenn Jenes nicht ist, wird Dieses nicht, durch die Auflösung von Jenem wird Dieses aufgelöst, und zwar: durch Auflösung des Unwissens werden Unterscheidungen aufgelöst, durch Auflösung der Unterscheidungen wird Bewusstsein aufgelöst, durch Auflösung des Bewusstseins wird Bild und Begriff aufgelöst, durch Auflösung von Bild und Begriff wird sechsfaches Reich aufgelöst, durch Auflösung des sechsfachen Reichs wird Berührung aufgelöst, durch Auflösung der Berührung wird Gefühl aufgelöst, durch Auflösung des Gefühls wird Durst aufgelöst, durch Auflösung des Durstes wird Anhangen aufgelöst, durch Auflösung des Anhangens wird Werden aufgelöst, durch Auflösung des Werdens wird Geburt aufgelöst, durch Auflösung der Geburt wird Alter und Tod aufgelöst, Schmerz und Jammer, Leiden, Trübsal, Verzweiflung gehn zugrunde: also kommt dieses gesammten Leidensstückes Auflösung zustande.

»Werdet ihr nun, ihr Mönche, also erkennend, also verstehend, {265} in die Vergangenheit zurück forschen: ‚Waren wir in den vergangenen Zeiten — waren wir nicht in den vergangenen Zeiten — was waren wir wohl in den vergangenen Zeiten — wie waren wir wohl in den vergangenen Zeiten — was waren wir wohl während der vergangenen Zeiten gewesen —‘?«

»Gewiss nicht, o Herr!«

»Werdet ihr nun, ihr Mönche, also erkennend, also verstehend, in die Zukunft hinein forschen: ‚Werden wir in den zukünftigen Zeiten sein — werden wir in den zukünftigen Zeiten nicht sein — was werden wir wohl in den zukünftigen Zeiten sein — wie werden wir wohl in den zukünftigen Zeiten sein — was werden wir wohl die zukünftigen Zeiten hindurch geworden sein —‘?«

»Gewiss nicht, o Herr!«