»Und das Erkennbare, Bruder, wie kann man das begreifen?«
»Das Erkennbare, Bruder, kann man durch das Auge der Weisheit begreifen.«
»Und die Weisheit, Bruder, wozu dient die?«
»Die Weisheit, Bruder, dient zur Durchschauung, dient zur Durchdringung, dient zur Entsagung.«
{294} »Welche Bedingungen liegen nun, o Bruder, der rechten Erkenntniss zugrunde?«
»Zwei Bedingungen, o Bruder, liegen der rechten Erkenntniss zugrunde: die Stimme eines anderen und tiefes Nachdenken. Das sind die zwei Bedingungen, o Bruder, die der rechten Erkenntniss zugrunde liegen.«
»Was für Eigenschaften muss aber, Bruder, die rechte Erkenntniss besitzen, um die Frucht der Gemütherlösung zu bringen und den Gewinn dieser Frucht, um die Frucht der Weisheiterlösung zu bringen und den Gewinn dieser Frucht?«
»Fünf Eigenschaften, Bruder, muss die rechte Erkenntniss besitzen, um die Frucht der Gemütherlösung zu bringen und den Gewinn dieser Frucht, um die Frucht der Weisheiterlösung zu bringen und den Gewinn dieser Frucht: da besitzt, o Bruder, die rechte Erkenntniss die Eigenschaft der Tugend, die Eigenschaft der Erfahrung, die Eigenschaft des Mittheilens, die Eigenschaft der Ruhe und die Eigenschaft der Klarsicht. Diese fünf Eigenschaften, Bruder, muss die rechte Erkenntniss besitzen, soll sie die Frucht der Gemütherlösung bringen und den Gewinn dieser Frucht, soll sie die Frucht der Weisheiterlösung bringen und den Gewinn dieser Frucht.«
»Wie viele Arten des Daseins, o Bruder, giebt es?«
»Drei Arten des Daseins, Bruder, giebt es: geschlechtliches Dasein, formhaftes Dasein, formloses Dasein.«