»Und was ist, Ehrwürdige, körperliche Unterscheidung, sprachliche Unterscheidung und geistige Unterscheidung?«

»Einathmung und Ausathmung, Bruder Visākho, ist körperliche Unterscheidung, Erwägung und Ueberlegung sprachliche Unterscheidung, Wahrnehmung und Gefühl geistige Unterscheidung.«

»Und warum, Ehrwürdige, ist Einathmung und Ausathmung körperliche Unterscheidung, Erwägung und Ueberlegung sprachliche Unterscheidung, und Wahrnehmung und Gefühl geistige Unterscheidung?«

»Einathmung und Ausathmung, Bruder Visākho, sind körperliche Eigenschaften, sind an den Körper gebunden: darum ist Einathmung und Ausathmung die körperliche Unterscheidung. Was man vorher in Erwägung und Ueberlegung gezogen hat, Bruder Visākho, spricht man nachher aus: darum ist Erwägung und Ueberlegung die sprachliche Unterscheidung. Wahrnehmung und Gefühl sind geistige Eigenschaften, sind an den Geist gebunden: darum ist Wahrnehmung und Gefühl die geistige Unterscheidung.«

»Und wie kann man, Ehrwürdige, die Auflösung der Wahrnehmbarkeit erlangen?«

»Das ist nicht so, Bruder Visākho, als ob ein Mönch, dem die Auflösung der Wahrnehmbarkeit zutheil wird, sagen könnte: ›Ich werde die Auflösung der Wahrnehmbarkeit erlangen‹, oder: ›Ich erlange die Auflösung der Wahrnehmbarkeit‹, oder: ›Ich habe die Auflösung der Wahrnehmbarkeit erlangt‹; sondern er hat sein Gemüth vorher soweit ausgebildet, dass es dafür empfänglich wird.«

{302} »Und wenn einem Mönche, Ehrwürdige, die Auflösung der Wahrnehmbarkeit zutheil wird, was löst sich da zuerst auf, die körperliche Unterscheidung, oder die sprachliche Unterscheidung, oder die geistige Unterscheidung?«

»Wenn einem Mönche, Bruder Visākho, die Auflösung der Wahrnehmbarkeit zutheil wird, löst sich zuerst die sprachliche Unterscheidung auf, dann die körperliche und dann die geistige.«