»Ja, o Herr!«
»Wenn das Eigen, ihr Mönche, vorhanden wäre, könnt’ es dann auch ein ›Mir selbst‹ geben?«
»Freilich, o Herr!«.
»Da nun weder das Ich noch das Eigen, ihr Mönche, wahrhaft und wirklich erlangt werden kann, wie steht’s um das Dogma, welches da lehrt: ›Das ist die Welt, das ist die Seele, das werd’ ich nach meinem Tode werden, unvergänglich, beharrend, ewig, unwandelbar, ewig gleich, ja, werde ich so verbleiben‹? ist das nicht, ihr Mönche, eine völlig ausgereifte Narrenlehre?«
»Was wär’ es denn anderes, o Herr, als eine völlig ausgereifte Narrenlehre!«
»Was meint ihr wohl, Mönche: ist der Körper unvergänglich oder vergänglich?«
»Vergänglich, o Herr!«
»Was aber vergänglich, ist das weh’ oder wohl?«
»Weh’, o Herr!«
»Was aber vergänglich, wehe, wandelbar ist, kann man etwa davon behaupten: ›Das gehört mir, das bin ich, das ist mein Selbst‹?«