Aus: Skeat & Blagden, Pagan Tribes.

Abb. 349. Jakhûn, mit dem Blasrohr auf einen Vogel schießend.

In dem an seiner Seite befestigten Köcher befinden sich die vergifteten Pfeile.

Die Kleidung der Männer besteht bei den Wildstämmen in einem Gürtel aus mehrfach gewundener Schnur oder in einer Schambinde aus Rindenstoff, bei den Frauen in einer solchen aus zahlreich herabhängenden Schnüren. Wie anderwärts besteht auch bei allen diesen Stämmen lebhafte Neigung, sich mit irgendeinem glänzenden oder farbigen Gegenstande, wie bunten Seemuscheln, Samenkernen und anderem mehr zu schmücken. Außerdem wird der Körper bemalt, jedoch nicht tatauiert. Auch Ohrdurchbohrung ([Abb. 351]) und Zahnfeilung kommen, von den Malaien übernommen, vor. — Die Frauen der Semang tragen in ihrem Haar mit eigentümlichen Mustern bedeckte Kämme, aber nicht zur Zierde oder zum Halt für die Haare — sie besitzen meist nur etwa drei Zähne —, sondern zum Schutze gegen bestimmte Krankheiten, gegen die man die Zeichnungen eingeritzt hat. Jede Frau hat eine große Anzahl dieser Zauberkämme in ihrem Besitz und tauscht sie mit anderen Frauen leihweise aus.

Phot. L. Wray.

Abb. 350. Musikkapelle wilder Sakai von Perak.

Links spielen zwei Eingeborene auf Bambusgitarren, daneben bläst ein Jüngling die Nasenflöte und im Hintergrunde spielt einer die Maultrommel.


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