Abb. 278. Tibetische theatralische Vorführungen zu Lhassa.
Die Szene stellt ein Zwischenspiel in der Aufführung eines der heiligen Spiele von Buddhas früheren Geburten, der Jātakas, dar.
Phot. L. A. Waddell.
Abb. 279. Eine Gebetflagge als Talisman gegen Donnerschläge und Hagel.
Die Hauptunterhaltung des Tibeters bilden heilige Schauspiele ([Abb. 257], [278], [280] und [281]) im Freien, die Jātakas, die an Fast- und Festtagen aufgeführt werden und zum Gegenstand die „früheren Leben“ Buddhas haben. Auch hierbei treten manchmal Maskentänzer in Gestalt von grotesken Tieren und Teufeln, sowie Possenreißer auf, die in den Pausen das Volk durch ihre Sprünge und sonstigen Scherze unterhalten. Diese heiligen Schauspiele laufen immer auf dieselbe Lehre hinaus, daß nämlich die gute Tat belohnt und die schlechte bestraft wird.
Phot. T. G. Longsloff.
Abb. 280. Tibetische Maskentänzer.
Sie wirbeln bei ihrem von Trommelschlägen und Zumbeln begleiteten Tanze mit ihren langen Flügeln aus Yakhaaren durch die Luft, bis ihr Körper beinahe wagrecht schwebt.