Phot. Underwood & Underwood.

Abb. 386. Szene aus einer moslemitischen Dorfhochzeit.

Neben dem Bräutigam steht der Leiter der Festlichkeit mit einem Schwert. Die jungen Leute tanzen um die beiden herum, wobei sie mit den Händen den Takt schlagen.

Noch einer mohammedanischen Sekte sei hier kurz Erwähnung getan, der Nosairier oder Ansarije, die sich selbst als Fellach bezeichnen. Früher über ganz Syrien und Mesopotamien verbreitet, sind sie heute in einer Kopfzahl von 70–80000 fast nur noch in dem syrischen Küstengebirge zwischen Libanon und Antiochia, dem Dschebel Ansarije, anzutreffen. Sie sind auch äußerlich von der übrigen Bevölkerung Syriens auffallend verschieden. In religiöser Hinsicht sind sie eine Abzweigung der Schiiten, doch ist ihre Glaubenslehre, in die sie unter anderem auch die Seelenwanderung aufgenommen haben, mit so vielen Anschauungen aus dem altsyrischen Heidentum und dem altchristlichen Gnostizismus durchsetzt, daß sie ein recht wirres Religionsgemisch darstellt. So beten die Nosairier, um nur eines hervorzuheben, die Sonne an, die sie als Wohnsitz Gottes nach seinen verschiedenen Inkarnationen — als Adam, Moses, Jesus, Mohammed, Ali, Hussein und so weiter — ansehen.

Afrika

Mit Erl. der Mariannhiller Mission, Vertretung Würzburg.

Abb. 387. Bierbereitung der Kaffern.

Das kaffrische Bier, Utshwala genannt, wird aus Mais und Kafferkorn hergestellt; es wirkt berauschend.