»Fett ist hier,

Komm zu mir,

Laß das Stück dir munden!«

Da antwortete ihm eine Stimme aus dem Himmel:

»Hüte dich, Dieb!

Schlüssel, du, flieg,

Bis du die Wange gefunden!«

Da fiel plötzlich ein glühender Schlüssel hoch vom Himmel herab, gerade auf die Wange des Diebes, und brandmarkte sie. Die Narbe des Schlüsselbrandmals aber trug er, solange er lebte.

Wie es Jons Seele erging

Es lebten einmal ein Mann und seine Frau. Der Mann war sehr ungesellig und unbeliebt, und dazu war er faul und unnütz zu Hause. Seine Frau war damit sehr wenig zufrieden; oft schalt sie ihn aus und sagte, daß er zu gar nichts anderem tauge, als das zu verprassen, was sie zusammengespart hätte; denn sie war selber eine gar umsichtige Frau und ließ alle Kniffe gelten, um das Notwendige zu beschaffen, und verstand jeden so zu nehmen, wie er genommen werden mußte. Aber wenn sie auch in manchen Dingen uneinig waren, so war die Frau ihrem Alten doch gut und ließ es ihm an nichts fehlen. So ging es eine ganze Weile; aber einmal verfiel der Mann in eine schwere Krankheit. Die Frau pflegte ihn, und als seine Kräfte abnahmen, fiel ihr ein, daß er wohl kaum so gut auf den Tod vorbereitet sei, daß es nicht zweifelhaft wäre, ob er auch Einlaß in den Himmel fände.