| 1913 | und | 1914 | |||
| 2 | 1 | Paar | Gartenrotschwänzchen, | ||
| 3 | 5 | " | Kohlmeisen, | ||
| 1 | 2 | " | Blaumeisen, | ||
| 1 | 1 | " | Kleiber, | ||
| 2 | 1 | " | Feldsperlinge sowie | ||
| – | 2 | " | Stare | ||
insgesamt also 9 bzw. 12 Brutpaare einwandfrei festgestellt, von einigen weiteren, zweifellos auch noch genisteten Meisen- und Rotschwanzpaaren die Nisthöhlen aber nicht aufgefunden, während dann in dem größeren Straßengebiet
| 1919 | und | 1920 | |||
| 2 | 5 | Paar | Gartenrotschwänzchen, | ||
| 8 | 4 | " | Kohlmeisen, | ||
| 8 | 5 | " | Blaumeisen, | ||
| 1 | 1 | " | Kleiber, | ||
| 4 | 5 | " | Stare sowie | ||
| 1 | – | " | Grünspechte | ||
insgesamt also 24 bzw. 20 Brutpaare sicher bestätigt und ebenfalls wieder von einigen weiteren (Gartenrotschwanz, Kohl- und Blaumeise, Kleiber und Baumläufer) die Höhlen nicht aufgefunden werden konnten.
Von den 1919 und 1920 beobachteten Brutpaaren entfallen auf die kleinere, 1913 und 1914 unter Beobachtung gestandene Straßenstrecke
| 1919 | und | 1920 | |||
| – | 2 | Paar | Gartenrotschwänzchen, | ||
| 5 | 4 | " | Kohlmeisen, | ||
| 3 | 2 | " | Blaumeisen, | ||
| 1 | 1 | " | Kleiber und | ||
| 4 | 4 | " | Stare | ||
zusammen sonach 13 bzw. 13 Paare, von denen sich 1919 elf, 1920 aber neun Paare auf eine Straßenlänge von nur etwas über 200 Meter verteilten, so daß hier auf etwa 20 Meter Länge bereits ein Brutpaar kam! – Hervorgehoben soll dabei noch werden, daß in den Jahren 1913 und 1914 noch nicht der große Wert auf die Feststellung möglichst aller Nisthöhlen gelegt wurde und daß schließlich im letzten Jahre eine nur noch beschränkte Zeit auf die Beobachtungen verwandt und eine Straßenlänge von gegen 500 Meter überhaupt nicht voll begangen werden konnte.
Mit den von mir in früheren Jahren bereits beobachteten Arten konnten in dem hier geschilderten Straßenbereich an höhlenbrütenden Vögeln bisher der Gartenrotschwanz, die Kohl- und die Blaumeise, einzeln auch die Tannen- und die Sumpfmeise, der Kleiber und der Baumläufer, der Feldsperling, der Star, der große und der kleine Buntspecht sowie der Grünspecht festgestellt werden, zu denen als dreizehnte Art noch die weiße Bachstelze kommt, die vereinzelt in (Halb-)Höhlen der Bäume, regelmäßiger aber in den Straßenunterführungen ihre Nester errichtet, während ich den sonst zwar angetroffenen und an einer Straße in der Nachbarschaft auch brütend beobachteten Wendehals für unser Straßengebiet als Brutvogel einwandfrei noch nicht bestätigen konnte. – Der große Vogelreichtum dieses Straßenbereichs, der mit den hier aufgezählten Arten aber natürlich noch nicht erschöpft ist, sondern sich noch um die Freibrüter erhöht, ist nicht immer ein derartig hoher gewesen. Die Zahl der Höhlenbrüter war früher, als die Straßenbäume noch jünger waren und noch nicht diese Fülle natürlicher Höhlen aufwiesen, die sie heute besitzen, eine weit geringere; sie erhöhte sich erst, als der frühere, alt gewordene Straßenwärter einem jüngeren Manne weichen mußte, der, vogelfreundlich gesinnt, aus eigenem Antriebe auf den Straßenbäumen eine größere Anzahl zum Teil selbstgefertigter Nisthöhlen aufhing und damit sofort, in erster Linie wohl aus dem nahen Walde, zahlreiche Höhlenbrüter nach der Straße zog. Von den ehedem aufgehängten Nistkästen sind in den letzten Jahren allerdings viele ein Opfer ihres Alters geworden, andere von der Straßenjugend, die in ihnen willkommene Ziele für allerlei Wurfübungen erblickte, herabgeworfen worden. An ihre Stelle aber sind mit dem zugenommenen Alter der Straßenbäume eine große Anzahl natürlicher Höhlen getreten, die meistens unauffälliger sind und schon dadurch den in ihnen nistenden Vögeln in der Regel eine meistens weit größere Sicherheit gewähren. Der Gassenjugend wenigstens entgehen sie viel mehr, als wie die aufgehängten künstlichen Höhlen, an denen ich früher einige Male Buben beim Zerstören von Gelegen oder Bruten überrascht habe.
Abb. 1 Star vor der Nisthöhle