ist das nit mein Schätzelein?
Holla hi, hallo,«
das überhaupt für alle und jede Lebenslage, für alle und jeden Beruf ein rechtes, inniges Verstehen hat. Und man muß nicht etwa meinen, daß im deutschen Liede nur etwas Weiches, zum Sentimentalen Neigendes lebe, daß es etwa unmännlich sei. Wie sprudelt darin der Humor, wie lebt es von Trotz und Kraft! Und etwas Humor und Trotz und Kraft vor allen Dingen brauchen wir wieder, wir Männer, und ein kernhaft trotziges Wort dazu: Und doch!
Wohl ist es wahr: das harte Zeitalter der Maschine hat uns gemütsärmer gemacht, Krieg und Revolution haben darüber manch frohen Mund verstummt. Tagtäglich schlagen harte Hammerschläge auf unser Herz, das oft nur noch zucken kann, wo es einst gejubelt hat. Die Ideale schwinden vor einem erschrecklichen Materialismus und Egoismus, daß wir schauernd vor diesem Antlitz des Lebens stehen.
Besinnen, Einschau und Umkehr tuen not! Das deutsche Wesen, das Edeldeutsche muß wieder lebendig werden. Die Stillen und Feinen und Besten müssen sich vereinen, denn nur von innen heraus kann die deutsche Erneuerung kommen. Alles andere äußere Operieren wird Stück- und Flickwerk bleiben.
Die Heimat, als seelischer Wert aufgefaßt, soll unser gemeinsamer Anker sein, der uns rettet; das Volkslied aber, aus der Gemeinschaft heraus geboren, soll uns wieder einen und versöhnen und zur wahren, echten deutschen Volksgemeinschaft führen. Die Heimat soll in uns lebendig werden, und die alten Lieder sollen von neuem heiß emporflammen, geschürt an heiligen Bränden, sollen leuchten und klingen dem Opferaltar des Vaterlandes, so, wie es der Dichter meint:
»Der Kraftgesang soll himmelan
mit Ungestüm sich reißen,
und jeder echte deutsche Mann
soll Freund und Bruder heißen!«