Die Kirche zu den »Vierzehn Nothelfern« auf der »Kahlen Höhe« bei Reichstädt

Von A. Klengel

Abseits vom Fremdenverkehr steht auf der sogenannten »Kahlen Höhe« zwischen Reichstädt und Sadisdorf bei Dippoldiswalde die Gruftkapelle der Majoratsherrschaft von Schönberg auf Reichstädt. Das inmitten eines kleinen Hains gelegene schmucke Bauwerk ist neueren Ursprungs; wie die Inschriften besagen, haben dort erst zwei Glieder des uralten Adelsgeschlechts die ewige Ruhe gefunden, der 1902 verstorbene Majoratserbe Rudolf Utz von Schönberg und seine ihm im Jahre 1915 in den Tod gefolgte Mutter Cypriane von Schönberg.

Das kleine Mausoleum steht auf durch Jahrhunderte geweihtem Boden, denn die Inschrift eines in der Nähe errichteten Denksteins berichtet folgendes:

Kahlehöhenkirche.

Zum Gedächtnis an das Jahrhunderte lang hier gestandene und im Jahre 1872 abgebrochene Kahlehöhen-Kirchlein zu den 14 Nothhelfern errichtete dieses Denkmal im Jahre 1874 die Kirchengemeinde Reichstädt.

Hier wo Jahrhunderte das Gotteswort erklungen,

Hier wo manch’ Halleluja Gotte ward gesungen,

Hier wo der Friede Gottes Tausende umwehte,

Wo manches Herz zu Gott im Himmel flehte: