Ich wünsch’ ihm so viel Wohlergehn, als so viel Stern am Himmel steh’n.

Ich wünsch’ ihm so viel Hochzeitsgäst, als in dem Wald sind grüne Äst.

Ich wünsch’ ihm so viel Herzeleid, als so viel Sand am Meere leit.

Eine stark abweichende Lesart der Ballade ist bei Uhland enthalten (Nr. 116). Das alte Balladenmotiv des verwundeten Burschen, der in den Armen der Geliebten stirbt, wird behandelt in dem auch anderwärts aufgezeichneten Liede: »Es wollt’ ein Mädchen früh aufsteh’n«, dessen dunkle Melodie in hervorragender Weise dem schwermütigen Stoff angepaßt ist. Knapp, rasch fortschreitend ist die Ballade vom Soldaten, der aus dem Kriege zurückkehrt:

Was kann mich denn schöner erfreuen, ju, ja erfreuen,

Als wenn der Sommer angeht.

Es blühen die Rosen im Garten, ju, ja im Garten,

Soldaten marschieren ins Feld.

Und als ich in das fremde Land Österreich kam,

Da gedacht ich gleich wieder nach Haus.