Fußnote:

[12] S. Anhang zu diesen Zeilen.

Maßnahmen zum Schutz der Trappe (Otis tarda)

Von stud. med. Ernst Mayer, Dresden

I. Der frühere Bestand der Großtrappe in Sachsen:

Es waren früher in Sachsen sieben Brutgegenden der Trappe bekannt, die sich bei der Vorliebe der Trappe für ebenes oder etwas hügeliges Gelände, im Norden des Landes befinden. Drei Gegenden sind bei Leipzig, zwei bei Riesa, eine bei Wurzen und eine bei Großenhain.

Abb. 1 Ehemalige Verbreitung der Trappe

1. Das Vorkommen bei Markranstädt. Dort wird die Trappe gegenwärtig zuweilen noch immer in ziemlich ansehnlichen Verbänden gesichtet, dürfte aber nur noch ganz vereinzelt Brutvogel sein. Es werden folgende Orte als Beobachtungsstellen genannt: Altengroitzsch, Brösen, Groitzsch (diese drei Orte liegen südlicher, würden also ein gesondertes Brutgebiet darstellen, wenn nicht alle Beobachtungen zur Strichzeit gemacht worden wären. Seit langen Jahren (1892) ist dort nichts mehr beobachtet worden), Knautnaundorf, Rehbach, Albersdorf, Neuhof, Knauthain, Knautkleeberg, Großzschocher, Groß- und Klein-Militz, Lausen, Schönau, Rückmarsdorf, Gundorf und Schleußig.

2. Das Vorkommen von Seehausen, Hohenheida, und Podelwitz-Lindental. Die Trappe ist etwa seit siebzig Jahren dort nicht mehr regelmäßiger Brutvogel. 1912 wurden bei Podelwitz Eier gefunden.