Abb. 4 Vor ihrem Schlupfwinkel sich sonnende Glatte Natter
Die drei Kröten sind äußerlich recht gut voneinander unterschieden und ihre sichere Bestimmung dürfte selbst dem Ungeübten keine großen Schwierigkeiten bereiten. Die Erdkröte, die verbreitetste und wohl überall gleich häufige der Sippe, ist von graubrauner, bald ins asch- und schwärzlichgraue, bald wieder ins gelblich- und oliven-graue und -bräunliche übergehender Farbe, die sich allmählich in den helleren Ton der Unterseite auflöst; die Grüne Kröte ist auf hellerem ledergelben bis gelbgrauen Grunde ziemlich dicht mit satten samt- bis grasgrünen Flecken gezeichnet, von denen sich besonders an den Seiten und am Halse zahlreiche rote Wärzchen abheben, während die unterseits ebenfalls wieder in hellere Töne übergehende Farbe der Kreuzkröte ein bald mehr ins gelbliche oder graue, bald wieder ins braune übergehendes Oliv ist, durch das längs der Rückenmitte ein etwas vertiefter, schwefelgelber Streifen verläuft.
Abb. 5 An einem senkrechten Baumstamm emporkletternde Glatte Natter
Abb. 6 Zauneidechse, Angriffsstellung
Eine ähnliche Verbreitung wie der Moorfrosch und die Grüne Kröte besitzt in Sachsen auch die froschähnliche (und der Familie der Froschkröten angehörende) Knoblauchskröte, die erheblich kleiner als die eben betrachteten Vertreter der echten Kröten ist, und der auch die für diese so bezeichnende warzige Hautoberfläche abgeht. Ihre Farbe ist ein helleres oder dunkleres Grau oder Braun, das mit kastanienbraunen bis schwärzlichen Flecken und allerlei roten Punkten und Tüpfelchen gezeichnet ist. Als ein Tier des Tieflandes verbreitet sie sich zunächst wiederum über die gesamte Leipziger Tieflandsbucht und steigt aus dieser dann auch ins Hügelland und ins Mittelgebirge empor, wo sie bei Lunzenau nachgewiesen werden konnte. Dann kommt sie gleichfalls wieder im Flußgebiet der Elbe vor und scheint sich hier stromaufwärts ähnlich wie die Grüne Kröte bis Pirna hinauf, und in östlicher Richtung über das Oberlausitzer Tieflandsgebiet zu verbreiten. – Nicht so weit südwärts wie die eben genannten Arten scheint sich dagegen die Rotbauchunke zu verbreiten, die auch innerhalb ihres durch das nordsächsische Tiefland gekennzeichneten Vorkommens sehr lückenhaft verbreitet zu sein scheint.
Abb. 7 Berg- oder Waldeidechse