Abb. 7 Blick nach dem Auersberg

Lebe wohl, mein Wintersonnenland! Wenn des Vorfrühlings Föhn wieder über grüne Waldwipfel fegt, dann: Auf Wiedersehen am Aschberg und Kiel!


Für die Schriftleitung des Textes verantwortlich: Werner Schmidt – Druck: Lehmannsche Buchdruckerei
Klischees von Römmler & Jonas, sämtlich in Dresden

Der Landesverein Sächsischer Heimatschutz bietet seinen Mitgliedern und Freunden eine

Weihnachtsgabe von unvergänglichem Werte

in dem »Jahresring deutscher Festspiele« von

Valerie Friedrich-Thiergen:

Vom Bornkindel über den Maienbaum
zum Knecht Rupprecht

Die Dichterin, eine der begabtesten, die dem sächsischen Stamme erblüht sind, umspannt in zehn Dramen alle Festzeiten des Jahres: Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Totensonntag, aber auch die alten deutschen Volksfeste des Dreikönigabends, der Fastnacht, des Maienbaums. Sie hat sich für ihr Werk in gedrungenem Aufbau und echt volkstümlicher, kernhafter Sprache einen »eigenwüchsigen Stil« geschaffen, der die Seele im Innersten packt und ergreift und in der Erfassung der Ewigkeitswerte fördert. Mit ihrer Mischung von tiefgründigem Ernst und schalkhaftem Humor eignen sich diese Festspiele ebensogut zu beschaulicher Lektüre, wie zum Vorlesen am Familientische, wie zu dramatischer Aufführung in kleineren und größeren Volkskreisen. Valerie Friedrich-Thiergens Werk ist etwas ganz Besonderes und kann auch durch keinen zweiten Band vermehrt werden, da die Dichterin am 19. November 1924 von allen, die sie kannten, aufs tiefste betrauert, eines frühen Todes verstorben ist.