Abb. 2. Hohnstein (Sächs. Schweiz)

Abb. 3. Mildenstein

Abb. 4. Wappen der Bergstädte

Die Ummauerung ist, wenn auch nicht überall, so doch bei den meisten Städten zu bemerken. (S. [Abb. 1], [2] und [22].) Sie besteht aus Wall und Graben oder (was selten zu sehen ist) einem Zaun von hölzernen Planken und Pfählen, vielfach aber auch aus einer festen, die eigentliche Stadt scharf von den Vorstädten scheidenden Mauer. Die Bauweise derselben ist überall die nämliche: eine starke, unmittelbar die Stadt umschließende Innenmauer, mit Türmen, Wiechhäusern, Erkern, Wehrgängen, Scharten, Bollwerken (Basteien) und Toren versehen, ist der Hauptteil, an sie schließt sich eine meist später errichtete und durch den sogenannten Zwinger von jener getrennten niedrigere Außenmauer an. Gewissenhaft verzeichnet Dilich unter seinen Zeichnungen neben den Namen der Kirchen und öffentlichen Gebäude auch die der Tore. In der bei vielen Städten verfolgbaren Vierzahl lassen sie den uraltertümlichen Einfluß der vier Himmelsgegenden erkennen. Neben den Stadttoren, als dem wichtigsten Teile der Stadtmauer, erscheinen auch Nebentore, Mauerpforten, die ebenfalls bedeutungsvolle Namen führen. Die sich vorfindende Bezeichnung der Tore nach Innungen, Zünften und Gilden läßt wohl vermuten, daß dieser Teil der Stadtumwallung von einer gewissen Klasse der Bürgerschaft zu verteidigen oder zu unterhalten und zu erneuern war. Der Name dieser Tore oder Türme läßt vielfach auch einen Schluß auf die Bauart und Beschaffenheit derselben zu.

Abb. 5. Schießhaus zu Borna

Abb. 6.
a Kurf. Haus. b Kurf. Bad. c Gemeine Bäder. d Wohnung f. Badegäste. e Wohnung d. Kochs u. Stall. f Weg n. Annaberg. g Weg n. Wolkenstein