Wer einmal das Gotteshaus von Neukirch am Hohwald besucht, findet an der Außenwand und an der Kirchhofsmauer pietätvoll aufgestellte sehens- und lesenswerte Grabsteine ehemaliger Gerichtsschöppen und Pfarrer. Wohl die originellste Inschrift zeigt das Grab des 1671 verstorbenen Pfarrers Klunge, der neununddreißig Jahre in der Gemeinde amtierte. Wir lesen da:

Herr Klunge lieget hier in dieser Gruft begraben,

ein Mann von Altertum und schönen Geistesgaben.

Aufrichtig war sein Herz, wahrhaftig war der Mund,

und seine Gottesfurcht ist factum worden kund.

»Der Seligverstorbene redet«:

Ich habe neununddreißig Jahre

dich, Neukirch, priesterlich bewacht

und meine silberweißen Haare

mit Ehren in das Grab gebracht.