Abb. 9. Eine Nagelschmiede in Heinrichsgrün
Zu all dem Ringen um ärmliches Leben kommt in die Häusel im böhmischen Teil des Kammlandes noch eine tiefe Bitternis. Das Recht am Boden wird dem Deutschen vom Slawen bestritten.
Abb. 10. Rohrsitzflechterinnen in Göhren
Noch einmal erinnern wir uns daran: Deutsche Bauern und Handwerker kamen aus Sachsen, Franken, Schlesien und Flandern, vom Rhein und Neckar, deutsche Bergleute ins wilde Waldgebirge und verschmolzen in Leid und Arbeit zum Volk der Deutschböhmen.
Abb. 11. Beim Dorftischler in Göhren
Nun soll deutsches Blut unterwürfig darben und nur noch ein Gnadendasein führen im dürftigen Hochland. Deutsche Sprache soll verstummen, deutsche Sitte versickern in fremden Volkes Art. Im entlegensten Bergwinkel klingt schon slawischer Laut, slawisches Schriftwort hat den Vorrang auf der Tafel am ersten und letzten Haus im Kammdorf. Drunten am Bahnhof fand die deutsche Wegetafel fürs Gebirge keine Duldung mehr. Von Tag zu Tag seltener wird der deutsche Beamte am Schienenweg. Deutscher Geist soll nimmer den Bergwald betreuen, nur die tschechischen Heger herrschen im Forst. Mit scharfen Augen überwacht der slawische Gendarm das Tun der Leute im Kammdorf.
Abb. 12. Alter Steinklopfer am Weg von Göhren nach Böhmisch-Einsiedel. Nebeltag