Frieden zieht ins unruhvolle Herz, vergessen ist der laute Tag, aus dem wir kamen, fern der Menschen Neiden und Hassen, froh und frei wird die Brust … da klingt von den Straßen der Takt der Wanderschritte, und wie sie an der Waldecke sind, stimmt einer die Laute an. Horcht auf, ihr Herzen, wie ’s über die Höhen und Täler klingt! Kennt ihr das Lied?

»Of da Barch, do is halt lustich,

Of da Barch, do is halt schie,

Do kömmt da Sonn en allererstn,

Scheint se aa en längsten hie.

Wu da Wälder hamlich rauschen,

Wu da Haad su rötlich blüht,

Mit kan Könich mächt ich tauschn,

Weil da drubn mei Heisl stieht.«

Und beim Singen drüben winken sie uns zu, und Busch und Baum singen es mit. Wie oft haben wir es schon gehört, auf den Bergen, in den Hütten, in den Schulen, auf den Bergbahnen, und der es zuerst gesungen, dem es aus dem Herzensgrund gekommen, das ist der Volksdichter des Erzgebirges Anton Günther, der Toler-Hans-Tonl von Gottesgab.