Dioskuren 1866 S. 204, 235; 1867 S. 197; 1868 S. 65, 326. — Наши художники I S. 151 ff. — W. Neumann, Balt. Maler u. Bildhauer d. 19. Jahrh. S. 79–80.

Salemann, Hugo. Bildhauer. Geb. 1859 in Petersburg, Sohn des [Vorigen], wurde 1877 Schüler der Petersburger Akad. und erhielt 1883 die kleine gold. Med. für seine Statuengruppe „Orest von den Furien verfolgt“; 1884 die gr. gold. Med. für das Relief „Kampf der Giganten gegen den Olymp“. 1885 wurde ihm ein vierjähriges Reisestipendium zum Besuche Italiens zuteil. 4./XI. 1889 Akademiker. Im Museum Alexanders III. in Petersburg von ihm: Cimbern. — Charon die Seelen der Abgeschiedenen über den Styx fahrend (abgebildet in наши художники I S. 151).

Rigasche Ztg. 1884 Nº 60. — Наши художники I S. 152. — W. Neumann, Balt. Maler und Bildh. des 19. Jahrh. S. 80.

Sanftleben, Benjamin, wird 1710 und 1739 in Mitau als Porträtmaler (Conterfeyer) genannt.

Kirchenbuch der Trinitatiskirche (Jul. Döring).

Sarrin, Richard. Maler, Radierer und Lithograph. Geb. 15. Juni 1869 auf dem Gute Kegeln in Livland, trat 1887 in die Stieglitzsche Zeichenschule in Petersburg und absolvierte sie 1895 mit einem Stipendium zu mehrjährigem Aufenthalte im Auslande. Er arbeitete zunächst unter Alex. Zick in Berlin, dann in München unter Prof. Rud. Seitz und wurde darauf Meisterschüler von Prof. W. Unger in Wien. Seine der Schule eingesandten Arbeiten veranlassten das Direktorium sein Stipendium auf 1½ Jahre zu verlängern mit der Bedingung zu weiterer Ausbildung nach Paris zu gehen. Von hier wurde er nach Petersburg berufen, um die Leitung der Kunstabteilung in der Expedition der Staatspapiere zu übernehmen. — S. kultiviert mit Vorliebe die Darstellung des Märchens und hat namentlich auf dem Gebiete der Original-Lithographie anerkennenswerte Arbeiten geliefert.

W. Neumann, Balt. Maler u. Bildh. d. 19. Jahrh. 172–174.

Sartori, Jakob Friedrich. Miniaturmaler. Geb. 22. Juli 1758 zu Ludwigsburg in Würtemberg; gest. 22. Dezember 1830 in Windau, studierte anfänglich an der Universität Tübingen, wandte sich aber frühzeitig der Kunst zu, die er in Ludwigsburg, später in Manheim erlernte. Um 1790 kam er nach Kurland und begründete in Kandau eine Privatlehranstalt, nahm aber 1805 das Amt eines Zeichenlehrers an der Kreisschule in Windau an, erteilte auch Unterricht in der Kalligraphie, Geographie und Geometrie. 1817 war er stellvertretender Schulinspektor und wurde 1820 in diesem Amt für Windau und Pilten bestätigt. Krankheitshalber legte er Ende 1828 das Amt nieder. Von ihm: Das Porträt des Piltenschen Präsidenten Herm. Friedr. v. Behr auf Edwahlen, gem. 1794 auf Elfenbein (Mus. Mitau). — Portr. des Herrn v. Behr auf Popen in Kurl., 1795 gem. — Portr. des Prof. Meyenberg (Dom-Mus. Riga).

Sass, Oswald Baron v. Porträt- und Genremaler. Geb. 27. Mai 1856 in Arensburg auf Ösel, Sohn des Landrats Karl Baron S. auf Sandel, erhielt die erste Anleitung von dem Prof. [Otto v. Moeller] und bezog 1876 die Düsseldorfer Akad., wo er unter den Professoren Andr. Müller und Heinr. Lauenstein arbeitete. Seine Absicht auf der Petersburger Akad. seine Studien fortzusetzen, wurde durch eintretende Krankheit verhindert. Erst 1881 konnte er seine Studien wieder aufnehmen, ging nun aber nach München, arbeitete dort unter Alois Gabl und Otto Seitz und war 1884–87 Meisterschüler von Prof. Liezenmayer. Nach einem vorübergehenden Aufenthalt in Charkow war er von 1894–98 als Lehrer an der [Jung-Stillingschen] Mal- und Zeichenschule in Riga tätig. Lebt z. Z. in Arensburg auf Oesel. Von ihm: Totenwache, 1890 (Städt. Mus. Riga). — Madonna, 1890. — Estnische Fischerstube, 1891 (Bes. Prof. Th. Grönberg, Riga) etc.

W. Neumann, Balt. Maler und Bildh. d. 19. Jahrh. S. 135–136.