Inland 1838 S. 219. — W. Müller v. Königswinter, Düsseldorfer Künstler der letzten 25 Jahre. 1854 S. 195.

Stern, Friedrich Siegmund. Zeichner und Lithograph. Geb. 1803 in Livland; gest. 10. Mai 1889 in Riga, Schüler der Kunstakad. in Petersburg, erhielt 31. VIII. 1838 den Rang eines freien Künstlers. Er liess sich in Dorpat nieder, wo er anfänglich im Atelier [Fr. L. v. Maydells] tätig war, aber beschäftigte sich vorherrschend mit der Lithographie. 1841 übernahm er das Amt eines Zeichenlehrers an der adeligen Kreisschule in Arensburg. Seit 1861 war er auch an dem aus der Kreisschule hervorgegangenen Progymnasium tätig. Von ihm: Ansichten aus der Livländischen Schweiz: Ruine der Katharinenkirche zu Wenden. Schloss Treyden, 1833. Lith. von [F. Schlater]. 4o. — Ansicht von Werro. Lith. gr. fol. 1838 in Riga ausgest. — Zwei Ansichten aus Arensburg: Adelige Kreisschule und Marktplatz. Lith. qu. 8o. — Vier Ansichten aus Arensburg: Ritterhaus, Marktplatz, bischöfliches Haus, Festung. Lith. 1859 qu. 8o. — Die Trachten der 12 Kirchspiele des Oeselschen Kreises. Farb. Lith. in gr. 8o (a-b. Anseküll; c-f. Jama; g. Karris; h-i. Kielkond; k-l. Mohn; m-p. Mustel; q-r. Pyha). Erschienen 1858–1864.

Inland 1838 S. 460; 1840 S. 427; 1841 S. 254; 1844 S. 500; 1847 S. 352; 1853 S. 118; 1859 S. 459, 525; 1861 S. 187.

Stever, Gustav Kurt. Historien- und Genremaler. Geb. 16. Mai 1823 in Riga; gest. 6/18. März 1877 in Düsseldorf, bezog 1847 die Kunstakad. in Berlin, ging 1850 nach Stockholm, um Bildnisse für den Hof und die Universität Upsala zu malen. Von Stockholm wandte er sich nach Paris, wo er Schüler von Couture wurde. Nach Deutschland zurückgekehrt, lebte er längere Zeit auf dem Gute Basthorst des Grafen Schack, hauptsächlich für den Schweriner Hof beschäftigt und liess sich dann in Hamburg nieder. 1865 ging er nach Düsseldorf, um die Kartons zu den Glasmalereien im Chor der Klosterkirche zu Dobbertin und für die neue Paulskirche in Schwerin zu entwerfen. Langjährige Krankheit verhinderte ihn an der Vollendung vieler seiner Arbeiten. Von ihm: König David und Abisag. — Ermordung des Wendenkönigs Gottschalk am Altar der Kirche zu Lenzen. (Im Mus. zu Schwerin). — Eine Auferstehung Christi in der Johanneskirche zu Bremen. — Jan Gossaert malt sein schlafendes Kind etc. Er erhielt den Professortitel und war Komtur des Mecklenburgischen Hausordens. (Sein Vater Heinrich Kurt St., geb. 14. Oktober 1789 in Rostock; gest. 21. April 1827 in Riga, war Professor der Jurisprudenz in Dorpat und lebte seit 1820 als Advokat in Riga).

Rigasche Ztg. 1877 Nº 59, 61. — Katalog der Schweriner Galerie.

Storno, Johann Rudolf. Kaiserl. Hofmaler in Wien in der zweiten Hälfte des 17. Jahrh., begleitete 1661 und 1662 den Kaiserlichen Gesandten Freiherrn Mayer v. Mayerberg nach Moskau und fertigte zu dessen Beschreibung dieser Reise 131 Blatt Zeichnungen, die sich jetzt im Besitz der Königl. Bibliothek zu Dresden befinden. Die ersten acht Blätter enthalten 16 Ansichten aus Kur- und Livland. Auf Veranlassung des russischen Reichskanzlers N. P. Rumjänzew wurden die Blätter in Dresden kopiert und in Lithographie mit einem Kommentar von Fr. v. Adelung herausgegeben unter dem Titel: Augustin Freiherr v. Mayerberg und seine Reise nach Russland usw. Petersburg 1827.

Balt. Schriftstellerlexikon III. S. 222/23. — Manuskriptsammlung des Mitauer Mus. Nº 240 S. 104 und 105. (J. Döring).

Strauss, Helene Julie Marie. Malerin. Geb. 1834 in Mitau, Schülerin von [E. D. Schabert], seit 1851 von [Jul. Döring] und seit 1866 der Dresdner Akad., wo sie unter M. Kitscher arbeitete und in der Galerie kopierte. 1872 erteilte ihr die Petersburger Akad. einen Künstlergrad. Von ihr mehrere Porträts.

J. Döring.

Stryk, Wilhelm v. Architekt. Geb. 24. Januar 1864 in Dorpat, besuchte das Polytechnikum in Riga, studierte dann im Auslande und wurde Lehrer an der Bauschule in Höxter. Seit 1896 Professor am Polytechnikum in Riga. Zu seinen grösseren Bauausführungen gehören die Markthallen zu Reval und die Filialkirche der St. Gertrudgemeinde in Riga.