»Ja, alle Leute sind undankbar, und darum kann ich auch undankbar sein. Das ist der Welt Lohn!« sagte der Drache, und wieder wollte er den Mann fressen. Aber der Mann bat so inbrünstig um sein Leben, daß der Drache endlich sagte:
»Nun, vielleicht kann ein lahmes Pferd nicht viel besser entscheiden als ein blinder Hund. Wir wollen weiter gehen und einen anderen Richter suchen.«
Sie gingen beide durch den Wald und begegneten bald einem schlauen Fuchse.
»Aller guten Dinge sind drei!« sagte der Mann. »Wir wollen den Fuchs fragen. Er wird uns sagen können, ob Sie nicht dankbar sein sollten.«
Der schlaue Fuchs hörte alles, was sie beide sagten, dann sagte er langsam:
»Ja, ich verstehe. Ich verstehe, aber ich muß noch mit dem Manne allein sprechen.«
Er nahm den Mann bei Seite und sagte ihm leise:
»Nun, guter Mann, was geben Sie mir, wenn ich Sie von dem Drachen erlöse?«
»Ach, lieber Fuchs!« sagte der Mann. »Sie können jeden Donnerstag kommen, und das Beste in meinem Hühnerhof haben.«
»Gut,« sagte der Fuchs. »Das ist mir recht, ich will Sie erlösen.«