Aber am Morgen früh kam das Hühnermädchen. Sie sah den schlafenden Fuchs. Sie nahm einen Stock, der Mann nahm auch einen Stock, und beide schlugen den armen Fuchs so sehr, daß sie ihn fast töteten.
Der Fuchs sprang endlich aus dem Hühnerhof und sagte traurig:
»Ja, ja, es ist wahr, alle Menschen (Männer) sind undankbar, Undank ist der Welt Lohn.«
[8.] Die Prinzessin, die nicht lachen wollte.[(8)]
Es war einmal ein König, der eine wunderschöne Tochter hatte. Sie war schön, aber sie war immer so traurig, daß sie nie lachte, und so hochmütig, daß sie immer »nein« sagte, wenn ein Prinz kam, um sie zu heiraten. Der König war nicht zufrieden und zuletzt sagte er: »Meine Tochter muß heiraten, und ich werde sie dem Manne geben, der sie lachen machen kann.«
Als die Freier (die Männer, welche die Prinzessin heiraten wollten) dieses hörten, wollten sie alle die Prinzessin lachen machen, und sie kamen alle, einer nach dem anderen, und doch lachte die Prinzessin nicht. Diese jungen Freier waren alle so komisch, daß der König, die Königin und alle ihre Diener sehr lachen mußten, nur die traurige Prinzessin lachte nicht.
Nahe bei dem Palaste wohnte ein armer Mann. Er hatte drei Söhne, und als diese hörten, daß der König die Hand der Prinzessin dem Manne geben wolle, der sie lachen machen konnte, wollten sie alle drei in den Palast gehen.
Der Vater sagte: »Sie können doch nicht alle drei auf einmal als Freier dahin gehen.«
»Der älteste Sohn kann zuerst gehen, und wenn er die Prinzessin nicht lachen machen kann, dann kann der zweite gehen. Wenn es ihm auch nicht glückt, kann der dritte zuletzt auch gehen.«
Der älteste Sohn machte sich zuerst auf den Weg. Er kam bald zu dem Palaste. Da stand er vor dem König und sagte stolz: