»König, ich bin gekommen, um Ihre Tochter lachen zu machen, denn ich will sie zur Frau haben.«

»Nun, Sie sollen sie zur Frau haben, junger Mann, wenn es Ihnen gelingt, sie lachen zu machen, aber viele Freier haben es schon versucht, und sie konnten es nicht thun. Wenn Sie es auch nicht thun können, werde ich Sie bestrafen, denn ich bin der Freier müde, die nichts thun können.«

»Das ist mir recht,« sagte der erste junge Mann, und er ging vor die Prinzessin und sagte:

»Als ich einmal Soldat werden sollte, mußte ich das Exerzieren lernen, aber da ich sehr ungeschickt bin, mußten Soldaten und Offiziere sich beinahe halb tot lachen, wenn ich exercierte.«

Dann brachte man eine Uniform und ein Gewehr, und der junge Mann exercierte. Er war so ungeschickt, daß es zum totlachen war. Aber, obgleich der König, die Königin und alle Ihre Diener laut lachten, lachte die Prinzessin doch nicht, und als der König das sah, war er sehr böse und bestrafte den Jüngling.

Dann kam der zweite Jüngling. Er war Schullehrer. Er kam zum König und sagte:

»Ich möchte Ihre Tochter heiraten und ich weiß, daß ich sie lachen machen kann, denn meine Schüler lachen ja immer, wenn ich Psalmen singe.«

Der König sagte: »Das ist gut, Schullehrer; aber wenn Sie die Prinzessin nicht lachen machen können, so werden Sie bestraft.«

»Das ist mir recht,« antwortete der Schullehrer, und er kam vor die Prinzessin und begann Psalmen zu singen. Er sang so schlecht und sah auch so komisch aus, daß alle laut lachen mußten.

Alle lachten laut, nur die Prinzessin nicht, und da sie nicht lachen wollte, sagte der König: