»Bestrafen Sie den Schullehrer, er kann meine Tochter mit seinem Singen nicht lachen machen.«
Der arme Schullehrer wurde bestraft, und ging traurig nach Hause. Dann machte sich der dritte Jüngling auf den Weg. Er kam auch zum Palaste, aber er sagte nicht, wie seine Brüder, daß er die Prinzessin lachen machen wolle, ach nein, er war viel zu klug. Er fragte nur, ob der König nicht einen Diener brauche.
Der König sagte: »Ja, ich brauche einen Mann, um Holz und Wasser in die Küche zu tragen.«
»Das ist mir schon recht!« antwortete der Jüngling. »Ich will Holz und Wasser in die Küche tragen.«
Eines Tages, als er Wasser holen wollte, sah er einen großen Fisch in dem Brunnen. Der Fisch lag so still im Wasser, daß der Jüngling ihn in seinem Eimer fangen konnte. Als er mit dem Fische in dem Eimer nach Hause ging, begegnete er einer alten Frau, die eine goldene Gans an einer Schnur führte.
»Guten Tag, gute Frau. Sie haben da eine wunderschöne Gans, und ihre Federn sind auch wunderschön.«
»Ja,« sagte die alte Frau, »meine goldene Gans ist schön, aber Ihr Fisch ist noch schöner.«
»Ach!« sagte der Jüngling. »Ich will Ihnen den Fisch für die goldene Gans geben.«
»Das ist mir schon recht,« antwortete die Frau. »Ich gebe Ihnen meine goldene Gans. Sie ist eine wunderschöne Gans. Wenn jemand sie streichelt (die Hand auf die Gans legt), rufen Sie nur laut: Halten Sie fest, wenn Sie mitkommen wollen, und dann werden die Leute mitgehen müssen.«
»Nun,« sagte der Jüngling, »das ist schön, die Gans ist viel besser als mein Fisch.«