Das Mädchen führte den Einsiedler und Heinrich zu ihrem Herrn, und er sagte sogleich: »Ja, gehen Sie, gutes Mädchen, führen Sie das Kind zu Ihrer armen Herrin. Sie hat lange genug geweint, gehen Sie schnell!«

Der Einsiedler, Heinrich und Margarethe machten sich auf den Weg zu dem Schlosse Eichenfels. Sie gingen zwei lange Tage, und als der dritte zu Ende ging, waren sie noch weit von dem Schlosse, denn der Einsiedler war so alt, daß er nicht schnell gehen konnte. Als die Nacht herankam, waren sie in einem dichten Walde, und da es zu finster war, um weiter zu gehen, traten sie in ein kleines Gasthaus im Walde ein.

Margarethe sagte zu dem Einsiedler: »Hier möchte ich lieber nicht übernachten, die Leute sind nicht gut, und vielleicht kommen die Räuber hierher und nehmen uns das Kind wieder.«

Aber der Einsiedler antwortete:

»Mein Kind, wir sind ja alle in Gottes Hand, und Er wird uns helfen.«

Margarethe legte das Kind ins Bett, aber der alte Einsiedler konnte nicht schlafen. Er setzte sich an den Tisch, nahm sein Gebetbuch und betete lange.

Alles war sehr still. Es wurde acht Uhr, neun Uhr, zehn Uhr. Dann hörte man einen großen Lärm. Jemand klopfte laut an die Thür. Niemand wollte öffnen. Alle fürchteten sich, und Margarethe rief ängstlich: »Es sind die Räuber! Sie wollen das Kind wieder nehmen!«

Dann sagte der Einsiedler: »Still! ich will die Thür öffnen, und Gott wird uns helfen!«

Er öffnete die Thür. Da traten viele Soldaten ein, und sie sagten:

»Der Krieg ist zu [Ende]. Wir kommen nach Hause. Unser Herr kommt auch! machen Sie alles bereit, Herr Wirt.«