¶ 2, 2. hijlicken, jetzt huwelijken, heirathen—3, 4. versleten, verschlissen, abgenützt—4, 1. neef, Neffe, hier nur trauliche Anrede, wie sich die Fürsten cousin nennen, wenn sie auch gar nicht verwandt sind—6, 2. lantsouwe, Gegend—7, 1. cracht, Nothzucht, davon noch verkrachten—8, 1. crijten, kreischen—kermen, klagen—10, 4. te moeten comen, entgegen kommen—11, 2. rouwe, Betrübniss—16, 2. ken für ic en—18, 2. luiden Laut von sich geben—19, 4. boeije, Fessel, mlat. boia—23, 1. rat, rasch—23, 2. wies pt. von waschen—24, 2. immers, gewisslich —26, 4. wreken, rächen—29, 3 vat vol spikers. Die Strafe in einem mit Nägeln ausgeschlagenen Fasse gerollt zu werden, scheint, wenn auch nicht alt und gesetzlich, doch wenigstens im Volksglauben vorhanden gewesen zu sein. Das Märchen von den drei Männlein im Walde (Brüder Grimm, Märchen, 1. Bd. 2. Aufl. S. 76.) schließt mit den Worten: Was gehört einem Menschen, der den andern aus dem Bett trägt und ins Wasser wirft?—Ei, antwortete die Alte, dass er in ein Fass gesteckt wird, das mit Nägeln ausgeschlagen ist, und den Berg hinab ins Wasser gerollt.—Da ließ der König ein solches Fass holen und die Alte mit ihrer Tochter hineinstecken, dann ward der Boden zugehämmert und das Fass bergab gekullert, bis es in den Fluss rollte.—So auch in einem schwedischen Volksliede: Svenska Folkvisor af Geijer och Afzelius 1. D. s. 13; vgl. s. 15. (Mohnike, Volksl. der Schweden 1. Bd. S. 54):

De satte liten Karin i spiketunnan in,

och konungens små svenner de rullade henne kring.

Så kom det ifrån himmelen två hvita dufvor ner,

de togo liten Karin, och strax så blef det tre.

Ebendasselbe in demselben Liede dänisch in Udvalgte Viser 3. D. S. 398.

Des Grafen Ermordung ist übrigens schon im 15. Jahrhundert von den Volksdichtern eben so dargestellt worden wie später. Es hat sich ein Bruchstück der Art erhalten; es steht am Schlusse einer Papier-Hs. von Jac. van Maerlant’s Rijmbibel im Besitze der Maatschappij van Nederl. Letterkunde zu Leiden, und daraus urkundlich abgedruckt in Huydecoper, Proeve 2, 371–375. Ich theile es hier in gewöhnlicher Schreibung mit.

1Het viel in enen tijt voorleden,

verstaet mijn redene, si es claer,

in sGravenhaghe ter selver stede,