Liederanfänge.

Schließlich will ich nun noch Einiges hinzufügen, das zum nähern Verständnisse der niederländischen Volkslieder dienen mag.

Singen und Trinken.

Gelegenheit zum Singen und Trinken gab es genug. Die Taberne (das Bier- oder Weinhaus) wurde nicht nur von Männern besucht, auch Junggesellen mit ihren Geliebten fanden sich dort ein, scherzten mit einander, sangen und tranken. Obschon bereits im 14. Jahrh. den Weibern der Besuch der Taberne verboten war (in Brüssel durch Ordonnanz vom J. 1342 bei 20 Schilling Strafe und Verlust des Oberkleids), obschon später die Geistlichkeit fortwährend dagegen eiferte, so fanden es doch nicht die Mädchen bedenklich, ihren Geliebten in die Taberne zu folgen, und mancher Junggeselle konnte wie jener von sich singen, Antw. LB. Nr. 38, 6:

met schone vroukens sit hi op die banc

te biere oft te wijne.

Ausdrücklich fügt noch einer am Schlusse seines Liedes hinzu, dass er es mit seinem Liebchen sang, Antw. LB. Nr. 199, 7: