28Al waert mijn vader ende moeder leet
ende mijn broeders alle vive,
so sal ic u houden voor mijn bruit
ende trouwen u tot enen wive.’
Antw. LB. Nr. 45. (Uhland Nr. 97. B. Willems Nr. 60.)—Dr. 2, 3. stoet (staet)—4, 1. fehlt jonghe—4, 3. fehlt das zweite wacht u— 9, 1. fehlt das zweite secht mi—13, 3. fehlt gheleit—18, 1. schilde —24, 3. met een barencleede—25, 3. monde.
Willems lässt Str. 7. weg und hat nur 57 Aenderungen gemacht. Hätte sich das ein deutscher Gelehrter erlaubt, so würde W. das etwa eine arge “verbastering” genannt haben. Zur Probe:
Nur eine einzige Lesart lässt sich rechtfertigen, nämlich 18, 3. 4., die anderen sind haltlos.
Das deutsche Lied wird noch jetzt in vielen Gegenden Deutschlands gesungen, überall mit eigenthümlichen Zusätzen und Wendungen, s. Schles. Volkslieder Nr. 4. Erk Liederhort Nr. 26. Ein alter Text ist bis jetzt nicht aufgefunden worden, deshalb aber ist das deutsche Lied noch keine “vertaling” (wie Willems sich hier wie sonst gewöhnlich ausdrückt, wenn er auf das Deutsche verweist), es ist eben so wenig aus dem Niederl. übersetzt wie die schwedischen Lieder von Herzog Nils und von Herrn Malmsteins Traum, s. Schles. Volkslieder S. 11. Im Deutschen wie im Schwedischen nimmt Alles ein tragisches Ende: das Fräulein ist wirklich todt und der Ritter ersticht sich.
¶ 3, 2. das nimmt mich Wunder—5, 4. poghen, nach etwas trachten, streben—14, 3. int aenschijn doen für in schijn doen, offenbaren—24, 3. barencleet, Leichentuch.