Tanzen.
Das Tanzen wurde meist mit Gesang begleitet. Je einfacher der Tanz je einfacher das Lied, zu künstlichen Wendungen sang man auch künstliche Weisen, z. B. Antw. LB. Nr. 17, 1:
Coppelt aen een! den nacht is lanc,
ei god danc!
wel gheneren, druc ontberen,
ghelt verteren en mach niet deren:
dus moghen wi dansen vri ende vranc!
ei god danc!
Bei diesen Lustbarkeiten hielt man sich nicht immer in den Gränzen guter Sitte und Anstands: der jugendliche Muthwille stimmte unzüchtige Lieder an, und im Taumel der Freude wurde manch hingebendes Mädchenherz verführt. Darum klagen denn auch die Jungfrauen, wenn sie nachher für ihr lustiges Leben büßen müssen, Antw. LB. Nr. 171, 1: