op keteltjes, lepeltjes, tikke tik tank,

en dat duert er den heelen nacht lang.

Es gibt auch noch heutiges Tages viele öffentliche Volksbelustigungen, besonders in Brabant und Flandern, aber selbst die beliebten Kirmessen sind nur ein Schattenbild des alten fröhlichen sangreichen Lebens, wie es einst überall vorhanden war; wenn das Volk jetzt zum Singen kommt, so singt es meist nur gemeine Gassenhauer, oft ganz frisch gedruckte, die das Ohr jedes sittsamen Menschen beleidigen müssen, oder irgend eine beliebte deutsche oder französische Melodie mit schlechten Texten oder aus dem Stegreif gemachten Albernheiten.

Übrigens verdienten alle bei solchen Gelegenheiten üblichen Gebräuche und Spiele beschrieben und die Lieder gesammelt zu werden, möglicherweise findet sich manches alte Gute und hübsches Neues darunter. Es ist aber die höchste Zeit; vor der modernen Cultur und der Französelei ist Vieles bereits zu Grunde gegangen oder geht doch seinem sicheren Untergange entgegen.

Dass selbst das immermehr französisch werdende Brüssel noch in neuerer Zeit seine vlämischen Volksfeste hatte, erfahren wir aus einer Mittheilung J. M. Dautzenberg’s (s. Wolf Zeitschrift 1, 176):

“An den Festtagen St. Johannis des Täufers, Petri und Pauli und bei der großen Kirchweihe werden in den untern Stadttheilen Brüssels noch Maien gepflanzt, Kränze, Kronen und Fahnen in den Straßen ausgehängt und Abends tanzen die Nachbarn unter der Krone, die inmitten der Straße schwebt. Vor einigen Jahren sammelten die Knaben noch zu dem Freudenfeuer, welches am letzten Kirchweihtag unter der Krone entzündet wird. Wenn sie einsammelten, hörte ich oft das kurze Liedchen:

Roebedoebedoep,

haelt den mutsaerd uit den hoek,

hier ewat en daer ewat,

en ’t naeste jaer noch ewat.