Es verdankt jenen Zeiten seine Entstehung, als noch Hetz- u. Treibjagden u. die Falknerei zu den Lieblingsvergnügungen der Fürsten und des Adels gehörten. Wahrscheinlich wurde es noch in späterer Zeit zur Belustigung der Weidgenossen, wenn sie eben nach Vollendung der Jagd beim Schmause saßen, gesprochen oder gesungen. Daher denn auch im Holländischen am Schlusse das Jägerlatein.
Die deutschen Texte stimmen hin und wieder so merkwürdig überein, dass man eine ursprünglich gemeinsame Quelle annehmen sollte. Vgl. den schlesischen Text Deutsches Museum 1852. II. S. 169, dann den mitteldeutschen bei Erk, Liederhort Nr. 57c., den schwäbischen daselbst Nr. 57d. und den rheinischen bei Kretzschmer 2. Th. Nr. 288. Z. B.
Ich armer Has im weiten Feld,
Wie wird mir doch so grausam nachgestellt!
Bei Tag und bei Nachten,
Da thut man nach mir trachten,
Man tracht mir nach dem Leben mein:
Wie bin ich doch ein armes Häselein!
Was bin ich für ein kleines Waldthier!
Was mach’ ich denn für einen Schaden allhier?