Die Kirchenbehörde von St. Michaelis wählte ihn zum Mitglied ihres Kollegiums und er entzog sich den Pflichten dieses Ehrenamtes nicht.

Den Klingelbeutel streckt er,

Die Schlafenden erweckt er

Der Maler Otto Speckter.

Mit diesen Strophen neckte ihn ein bekannter Pastor wegen der Ausübung seiner kirchenherrlichen Tätigkeit.

Seine militärischen Pflichten hat er als Mitglied der Bürgergarde bis zu seinem 45. Lebensjahre „treu erfüllt“.

Nicht unbetont mag es bleiben, daß Otto Speckter in seiner politischen Richtung ein Mann von streng konservativer Gesinnung war und in den Tagen des Umsturzes fest zu den Gewalten der Ordnung hielt.

Das brachte ihn, wie schon erwähnt, in Gegensatz zu seiner nächsten Verwandtschaft. Seine Schwester Hermine, die mit dem zur Frankfurter Nationalversammlung gewählten Professor Wurm verheiratet war, vertrat ihre sehr weit links gerichtete demokratische Auffassung mit großer Leidenschaft, und ihr schloß sich der übrige weibliche Teil der Familie an, der in Otto den mehr in ein Hirngespinst vernarrten weltfremden Träumer sah.

Er und seine Frau hielten zum preußischen Königtum und erhofften von der Bismarckschen Politik die deutsche Zukunft.

Den Zwiespalt der Meinungen beleuchtet ein aus jener Zeit erhaltener Brief Ottos, in dem er beglückt Schwester und Schwager die Geburt des ersten Sohnes anzeigt und der des jetzt wieder aktuellen Interesses halber im Anschluß an diesen Aufsatz hier wiedergegeben ist. Man nimmt daran wahr, wie die Dinge sich im ewigen Kreislauf wiederholen.