1857 skizziert er dasselbe Enkelchen, das, wie es scheint, keine rechte Lust zum Sitzen hat, noch einmal ([Abb. 109]); sein Wort hat aber der Meister nicht gehalten. Wohl versuchte er um 1870, die inzwischen zum Jungfräulein herangereifte Enkelin wieder zu zeichnen, aber seine Augen versagten, und es blieb bei einem Versuch.

Abb. 85. Der Karfunkel. (Zu [Seite 63].)

Abb. 86. Der Karfunkel. (Zu [Seite 63].)

Abb. 87. Aus „Der Statthalter von Schopfheim“.
Hebels alemannische Gedichte. 1851. (Zu [Seite 63].)

1853–1856 zeichnet er vierzig Blatt zum Goethe-Album. Für Goethe hatte er stets eine besondere Vorliebe, er hat ihn frühzeitig schätzen und verstehen gelernt; er reiste selten, ohne einen Band Goethe „mit im Täschel“ zu haben. Die Bilder zum Goethe-Album sind alle unvergleichlich schön, und man weiß eigentlich nicht, wo anfangen, um zu schildern. Wie poetisch ist das Plätzchen, wo’s Liebchen sitzt, in dem Bilde „Ist sie das?“ Und weiter Schäfers Klagelied: „Da droben auf jenem Berge“ und Jägers Abendlied: „Im Felde schleich’ ich still und wild“, das Frühlingsorakel: „Du prophetischer Vogel du“ und der Schatzgräber: „Holde Augen sah ich blinken“ ([Abb. 110]). Die Spinnerin: „Als ich still und ruhig spann“ und Edelknabe und die Müllerin: „Wohin, wohin? schöne Müllerin?“ und „Junggesell und der Mühlbach“: „Wo willst du, klares Bächlein, hin so munter?“ Und weiter „Der Müllerin Verrat“,

„Da drang ein Dutzend Anverwandten

herein, ein wahrer Menschenstrom,