Abb. 122. Der Spielengel.
Titelbild zu Stern: „Das rote Buch“. 1856.
Mit Genehmigung der Verlagshandlung Breitkopf & Härtel in Leipzig. (Zu [Seite 71].)
Die nun abgeschlossene künstlerische Tätigkeit dieses mit so reichen Gaben ausgestatteten Künstlers, dieses gottbegnadeten Poeten, liegt wie eine stille blumige Waldwiese vor uns, mit Sternblumen und Steinnelken, Ranunkeln und Vogelstern und Arnika, blauen Glocken und hochstengeligem Enzian, bunt durcheinander, in reicher Fülle, herzerfreuend und herzerquickend. Sein gesamtes künstlerisches Schaffen ist wie ein Dokument; verbrieft und gesiegelt, schildert es wahr und treu unser deutsches Volk. Seine Werke sind wie ein sprudelnder frischer Quell, an dem sich noch die fernsten Geschlechter erquicken werden!
Abb. 123. Geheiliget werde dein Name. Aus dem Vaterunser. 1856.
Verlag von Alphons Dürr in Leipzig. (Zu [Seite 71].)
Abb. 124. Dein Reich komme. Aus dem Vaterunser. 1856. (Zu [Seite 71].)
Ernst Förster nennt in seiner deutschen Kunstgeschichte Richter „einen Künstler, der seinesgleichen nicht nur nicht hat und gehabt hat in keinem Lande und zu keiner Zeit, sondern der auch mit seinen Schöpfungen alle Welt entzückt, sich eine Wohnung gemacht hat in allen natürlich empfindenden Herzen, bei jung und alt, bei männlich und weiblich, durch dessen Hände die Natur selbst spricht und die Seele und dessen Zeichnungen der wahrste Ausdruck des Besten sind, was das Vaterland an Land und Leuten Herzerfreuendes und Erquickendes hervorgebracht.“
In den Jahren 1869 bis 1879 schrieb Richter seine Biographie, 1880 und 1881 die Nachträge dazu.
Abb. 125. Erlöse uns von dem Übel. Aus dem Vaterunser. 1856. (Zu [Seite 71].)