Bald nachher bemerkte er ein anderes Geschöpf, das den gleichen Weg verfolgte wie er, aber auf eine bequemere und schnellere Weise. Es war ein äußerst fein gebautes Insekt mit langem, dunkelgrauem, dünnem Körper, mattgelb am Kopf, an der Brust gefleckt und mit vier leichten, ja allerleichtesten Flügeln versehen. Damit bewegte es sich von einem Strauch zum andern und tat, als ob es etwas suchte und durchaus nicht finden könne.
»Ach, liebe Libelle«, sprach Max emporschauend, »was würde ich nicht bezahlen, wenn ich jetzt Flügel hätte wie du!«
Das geflügelte Insekt schaute ihn mit seinen hervorstehenden Augen an und lachte laut:
»Ich bin keine Libelle.«
»Was bist du dann?« fragte Max und blieb stehen.
»Wenn du's wissen willst, – ich habe viele Beziehungen zu deinesgleichen.«
»Das freut mich zu hören; dann können wir ja in Freundschaft verkehren!«
»Meinetwegen«, antwortete das Insekt nicht sehr höflich. Dabei setzte es sich, unbekümmert um Max bedächtig umherspähend, auf einen Grashalm. Max näherte sich, er wollte wissen, was es denn eigentlich zu tun vorhabe.