26. Wie man eine Seefahrt auf einem Dampfschiff beginnen und sie zu Pferde beenden kann.

»Ach, das ist ja ein Dampfschiff!« rief Max aus, als er mit außerordentlicher Schnelligkeit in den See hinaustrieb.

Wie von unsichtbarer Hand bewegt, glitten die Ruder in gleichmäßigen Schlägen auf und nieder, und Max dachte nicht anders, als daß die Kraft durch einen Dampfkessel irgendwo im Innern des Schiffes erzeugt würde, das die schlanke Form eines Kahnes hatte. Während Max auf seinem Schnelldampfer stand, sah er eine Menge anderer Schiffe seltsamster Bauart vorüberfahren. Sie erschienen oft plötzlich an der Oberfläche und verschwanden rätselhaft in die Tiefe, so daß Max in hellem Vergnügen glaubte, er befinde sich mitten im Manöver einer Unterseebootflottille. Für einen Augenblick vergaß er vor Glück über diesen herrlichen Anblick, den der Zufall ihm schenkte, sein ersehntes Ziel. Sofort auch beschäftigten ehrgeizige Träume seinen erregten Sinn.

»Wie wäre es«, dachte er hochstrebend, »wenn ich hier als gefürchteter Admiral einige feindliche Schiffe in den Grund bohrte?«

Erfüllt von neuen kriegerischen Plänen, spazierte er sinnend und wie ein echter Seebär mit breitspurig schwankendem Gang auf dem Deck seines Schiffes hin und her. An einer Stelle bemerkte er eine Reihe von Röhrchen, eines dicht neben dem andern. Aufmerksam verweilte er hier und sagte schlau:

»Aha, da haben wir die Sprachrohre!«

Er beugte seinen Kopf über eines der Röhrchen, und da es offen war, rief er hinab ins Innere des Dampfers:

»Hallo! Maschinisten, Heizer, Achtung!«