Eine Stimme antwortete:
»Hallo! Wer da?«
»Hier Admiral Max Butziwackel! Alle Mann an Bord! Rasch herauf!«
Einen Augenblick war es still, dann ertönte die Antwort:
»Hinaufkommen? Ich finde es gescheiter, hinunterzutauchen!«
Mit einem gewaltigen Ruck und Schlag streckten die zwei Ruder sich aus. Das Schiff bäumte sich erst auf, dann fuhr es kopfüber in die Tiefe. Max wurde mit hinuntergerissen, und schwindelnd dachte er:
»Aha, ein Tauchboot!« Dabei umklammerte er voll Geistesgegenwart das Rohr, das ihm als Sprachrohr nicht besondere Dienste geleistet hatte. Zugleich begriff er mit Schrecken, daß die Unterwasserreise für ihn auf offenem Deck nicht lange dauern müsse, um ihn dem Tode des Ertrinkens zu weihen. Deshalb ließ er seine Stütze lieber los und zappelte wie rasend, bis es ihm gelang, an die Oberfläche emporzukommen. Doch das Wasserschlucken, der Schrecken und die Überanstrengung hatten seine Kräfte so erschöpft, daß er sich zu elend fühlte, um noch weiter zu kommen. Er glaubte sich verloren, und einer Ohnmacht nahe, stammelte er als letzten Stoßseufzer:
»O du meine liebe Mutter!«
Ein Schatten glitt über ihn hinweg. Max streckte seine Arme aus, faßte etwas und klammerte sich so fest daran, wie es nur ein Ertrinkender fertigbringt. Von oben aber rief's:
»Oho, wer zieht an meinem Bein?«