Vielesserei ist also bei diesen Tieren wahrhaftig etwas anderes als bei den Menschen, die sich so zahlreich in garstiger Weise den Magen überfüllen.
Während er so dachte, konnte er selbst sehen, wie die gelben Ameisen, denen er begegnet war, sich anschickten, die bereits hängenden Genossen vollzustopfen. Sie päppelten ihnen einen Teil der gesammelten Nahrung ein und sagten dazu sich einander lustig zublinzelnd:
»Heute dir, morgen mir!«
»Willst du ein wenig von unserem Honig versuchen?« fragte die Führerin.
Das brauchte man Max nicht zweimal fragen. Mit Vergnügen ließ er sich von einer Ameise, die sich noch bewegen konnte, den süßen Saft einflößen. Wie schleckig er war! Ein wenig säuerlich von der darin enthaltenen Ameisensäure, aber dafür desto schmackhafter.
»Welche Wunder vollbringt die Schöpfung! Nun sah ich sogar lebendige Honigtöpfe.« So dachte Max, als er den Rückweg antrat. Er bedankte sich aufs herzlichste bei den drei Schildwachen und allen, die er kennengelernt hatte. Eben, als er sich verabschieden wollte, gellte der Schreckensruf von allen Seiten:
»Der Wendehals!«
Im selben Augenblick fühlte sich Max am Genick erfaßt, und mit drei Unglücksgenossen von Mexikanern wurde er durch die Lüfte getragen.