»Heil unsrer Königin,
Mutter und Herrscherin,
Summ, summ, summ, summ!
Lebensquell! Dienstbereit
Neigen wir allezeit
Dir uns in Ewigkeit.
Summ, summ, summ, summ!«
Da hielt die Königin in ihrer Beschäftigung ein.
»Ich hoffe«, sprach sie, »daß mein Volk mit mir zufrieden ist. Mit dem Ei, das ich eben gelegt habe, sind es heute zweihundert geworden.«
Max machte einen etwas unkaiserlichen Sprung vor Staunen und rief:
»Zweihundert Eier an einem Tage! Wie lange geht diese Arbeit so weiter?«
»Je nachdem«, erwiderte Süßchen, »gewöhnlich dauert es drei Monate, bis ungefähr fünfzehntausend Eier gelegt sind.«
»Fünfzehntausend Eier! Liebe Zeit, damit könnte man für alle Leute Pfannkuchen backen!«
Während die beiden noch die wunderbare Bienenmutter bestaunten, die so vielen Jungen Leben gibt, hatte sich Süßchen ehrfürchtig der Königin genähert. Sie sprach einige Worte mit ihr allein und wandte sich dann an die beiden Gäste:
»Die Königin teilt mir mit, daß sie sich freuen würde, euch kennenzulernen. Sie wünscht eure Vorstellung.«