»Gewiß!« erwiderte Max, »wir haben viele Gewohnheiten und manche Instinkte gemeinsam. Wie die Bienen leben auch wir in Gesellschaft, und diese Gesellschaft ist wie die eure aus Weibchen, Männchen und Geschlechtslosen oder Arbeitern zusammengesetzt. Bei dieser Gelegenheit möchte ich jedoch feststellen, daß weder mein Adjutant noch ich zu den Geschlechtslosen gehören, wie es wohl den Anschein hat. Wir sind vielmehr Männer.«
»Wie sonderbar«, erwiderte ihm die Königin, »ich dachte, die Ameisen töten wie wir ihre Männchen?«
Max hielt es nun für nützlich, dem Gespräch eine Wendung zu geben. Ohne auf die Bemerkung der Königin einzugehen, sprach er:
»Majestät, ich hatte das Vergnügen, Ihr Reich zu besuchen … Ich war erstaunt, ein Reich von außergewöhnlicher Größe zu finden.«
»Jawohl! Aber auch ihr Ameisen bildet große Staaten. Ist euer Reich vielleicht kleiner als meines?«
»O viel kleiner!« erwiderte Max ein wenig verlegen. »Und wie zahlreich müssen erst Ihre Untertanen sein?« beeilte er sich, weiter zu fragen.
»Es sind ungefähr dreißigtausend Einwohner.«
»Dreißigtausend Bienen! Das ist eine überwältigende Zahl!«
»Wie groß ist euer Ameisenvolk?«