Er nahm eine tüchtige Portion, drehte daraus ein Kügelchen, belud sich damit, lief seine Straße zurück, die Eiche hinan und trug es in das allerletzte Zimmer, wo Großzang immer noch kauerte und nicht einmal mehr die Kraft hatte, zu gähnen!
»Frischen Mut!« rief er ihm zu und legte die Gottesgabe neben ihn. »Der kaiserliche Hof ist noch imstande, dich mit Götterspeise zu nähren!«
Bei dem Wort Götterspeise hüpfte der Adjutant hoch auf, warf sich über die süße Pille her und aß mit einer solchen Gier, daß er gar nicht daran dachte, »Danke« zu sagen. Max stieg gleich wieder hinab zur Pflaume, sättigte sich dort und sprach dazu für sich:
»Das hatte ich wahrhaftig selber nötig!«
Als er mit seiner Mahlzeit zu Ende war, drehte er eine zweite Kugel und wollte sie eben heimtragen, als er Großzang eilends daherkommen sah.
»Warte!« sagte der Adjutant, »ich nehme noch einen Bissen, und dann trage auch ich eine Kugel heim.« Nachdem er tüchtig gegessen hatte, sprach er mit leuchtenden Augen:
»So, nun kannst du mich bis ans Ende der Welt befehlen, und ich werde dir folgen.«
Dabei fertigte er eine große Pille vom Pflaumenfleisch und folgte Max. Auf solche Weise machten die beiden noch manchen Gang. Kaiser Butziwackel überzeugte sich dabei, daß es in der Welt für alle genug zu essen gibt, aber man muß fleißig suchen und es sich verdienen. Nur im Schlaraffenland fliegen den Faulenzern die gebratenen Tauben in den Mund. Als der Tag zu Ende ging, waren alle Zimmer voll Kügelchen, und von der geplatzten Pflaume lag nur noch der ungenießbare Kern auf der Erde.