»Gottlob, das hätten wir hinter uns!«
Alle im Saale Anwesenden riefen ihr im Chore zu: »All Heil!« und »Hurra!« und »Wir gratulieren dir!«
»Hörst du«, sagte Max neugierig, »sie gratulieren. Hat sie Geburtstag?« – Dabei schaute er mit seinen drei einfachen Augen voll Verwunderung und mit den hundertzwanzig zusammengesetzten fragend und neugierig um sich.
Bereitwillig erklärte Fuska weiter:
»Dies ist eine weibliche Ameise, wie ich dir schon sagte. Die meisten unserer jungen Ameisenmädchen suchen sich in der Luft einen Bräutigam, um Hochzeit zu halten. Diese hat aber ihr Fest in der Nähe des Hauses unter unserer Aufsicht in Gras und Blumen gehalten. Wir haben sie dann nach Hause zurückbegleitet, und weil sie eine kluge Frau ist, entledigte sie sich eben ihrer Flügel. So kann sie nicht mehr in Versuchung fallen, eines Tages fortzufliegen, bleibt dafür hübsch gut versorgt bei uns und schenkt uns ihre Eier, um unsere Familie groß und stark zu machen.«
Verwirrt von soviel Neuem mußte Max ein bißchen ausruhen und darüber nachdenken. Nun wandte er sich wieder an Fuska:
»Wie kann und mag man denn in der Luft Hochzeit halten? Das verstehe ich nicht.«
»Es ist eben so.«
»Liebe Fuska, ich habe ja keine Flügel, wie soll dann ich um Himmels willen einmal in der Luft meine Hochzeit halten?«
»Was kümmert dich das? Männlein und Weiblein haben ja ihre Flügel.«