»Was hast du, Kindchen?«

»Ich armer Kerl! Ich blute! Blut läuft aus meinen Haaren!«

»O du Dummerchen«, lachte Fuska, »du bist beim Kämmen an eine Drüse geraten.«

»Drüse?«

»Aus diesen Drüsen quillt ein Saft, mit dem wir unsere Staubhärchen befeuchten können.«

»Wozu tun wir dies?«

»O zu allerlei! Womit könntest du dich auf einer senkrechten, glatten Fläche halten, die bestiegen werden soll? In solchem Falle drückt man geschwind ein wenig Drüsensaft heraus; dieser klebt gerade so viel, daß er uns beim Gehen an der glatten Wand den festen Halt gibt.«

Mit den Beinen hatte Max vorher gegraben, und mit ihnen hatte er geschickt die Erde fortgeschleudert, die ihm im Wege war. Jetzt rief er begeistert: »Was habe ich doch für kunstvolle Füße! Krallen sind daran, Staubhaare und Kämmchen. Fehlt nur noch Zahnbürste, Mundwasser und ein Spiegel, dann hätte ich die feinste Waschtischeinrichtung beisammen!«

»Komm, komm!« eilte Fuska.

Um ihn rannte alles so geschäftig durcheinander, daß er mit seinen neugierig vorgestreckten Fühlern unsanft an beschäftigte Ameisen anstieß.