»Was laufen diese so? Was bedeutet dies Hin und Her?« fragte er.

»Larven und Puppen werden herumgetragen. Sie sind sehr empfindlich gegen Kälte und Hitze.«

»Sie erkälten sich wohl leicht und bekommen den Schnupfen?«

»Wir bauen für unsere Kleinen hochgelegene und tiefe Stuben, wohin wir sie je nach Sonne und Regen tragen.«

Max dachte mit Rührung daran, daß man auch ihn so treu herumgetragen hatte, und tiefbewegt sprach er:

»Wie gerne mag ich die Ameisen leiden, diese guten Tierchen! Ich finde kaum Worte, um zu sagen, wie dankbar ich Ihnen, liebe Frau Fuska bin, für alles Liebe, was Sie mir schon getan haben.«

»Du liebe Zeit, mache keine Redensarten! Ich habe an dir nur getan, was einst mir geschah und was du den nachkommenden Geschlechtern tun wirst. Bei uns Ameisen werden schon die Kinder angehalten, andern das zu tun, was wir selbst wünschen, daß es uns geschähe. Man muß Gutes tun, weil man Gutes empfangen hat, wie man eben jede Schuld bezahlt, wenn man ehrlich ist.«

Unsere Beiden waren übrigens wieder innerhalb des wohlverrammelten Tores angelangt. Im Hausgang schritten einige Ameisen hin und her.

»Was tun diese hier, Frau Fuska?«