Er fand übrigens, daß dies, was die Ameisen ihr Haus hießen, viel eher eine kunstvoll befestigte Stadt genannt werden durfte. Max, der von Fuska bereits gelernt hatte, Entfernungen abzuschätzen, berechnete die Tiefe und Höhe des Baues auf mindestens dreihundert Ameisenlängen und dachte mitleidig an das größte Menschenbauwerk, die berühmten ägyptischen Pyramiden. Ihr Bild hing in Onkel Walters Zimmer, und Onkel erzählte von ihnen, daß sie neunzigmal die Höhe eines Menschen hätten.

Trotz aufrichtiger Bewunderung und Staunen für die kleinen Insekten, denen er jetzt selbst angehörte, spürte er nach und nach eine ihm von jeher wohlbekannte Regung seines Magens.

Ohne Umstände sagte er daher:

»Alles ist wunderschön, alles ist vorhanden, was eine Ameise sich wünschen kann, aber darf ich fragen, ob nicht irgendwo etwas Eßbares zu finden ist?«

»Du kleiner Hungerleider«, lächelte Fuska. »Bisher bist du von mir gespeist worden, es ist aber jetzt an der Zeit, daß du allein essen lernst.«

»O da mache ich sicher die schönsten Fortschritte, ich will es gerne versprechen!«

»So komm, du sollst jetzt unsere Ställe kennenlernen.«

Eine neue Überraschung! Ställe!

»Ställe? Wirkliche, wahrhaftige Ställe?«