Übrigens, der Wahrheit die Ehre, die kleinen Ameisen standen beschämt vor Fuska, die jetzt Max bei einem Vorderbeinchen nahm und ihn den andern vorstellte.

»Seht ihn an«, sprach sie würdevoll, »und erkennt euer Unrecht. Sein Rücken ist schwärzlich, Brust und Kopf rötlich. Sind das nicht die hauptsächlichen Merkmale unserer Familie? Wer leugnet, daß er eine Rasenameise ist wie wir alle?«

Bei diesen Feststellungen schwand in Maxens Feinden jedes Gefühl der Abneigung. Zum Zeichen ihrer Freundschaft umringten sie ihn alle, und jeder drängte herzu, ihn zu umarmen.

Fuska nahm darauf Max mit sich und redete ihm in ihrer liebevollen Weise zu:

»Komm ins Haus, du mußt dich von dem ausgestandenen Schrecken erholen.« In einem abseits gelegenen Kämmerlein angelangt, ließ Max seinem Kummer freien Lauf, und er klagte:

»O liebe Fuska, ich bin ja gewiß dankbar. Aber wenn du wüßtest, wie unglücklich ich bin!«

»Nicht doch, beruhige dich nur, liebes Kind.«

»Das ist leicht gesagt, sich beruhigen«, klagte er.

»Wer befreit mich von dem unseligen weißen Wackelfähnlein!«