»Die Roten Ameisen kommen!«
Es waren die Wachen, die Lärm schlugen. – Auf diesen Ruf stürzten viele Ameisen, Max an der Spitze, in den vordersten Gang, während ein unbeschreibliches Gewimmel im Kinderzimmer losbrach. In höchster Eile schleppten Hunderte von Pflegeschwestern Eier, Larven und Puppen in die untersten Räume, um sie der Gefahr zu entreißen. An der engsten Stelle des Ganges stießen die Kämpfer bereits auf eine eindringende Schar. Sofort erfaßte Max den Vorteil der Stellung gegenüber dem angreifenden Feinde. Dieser suchte denn auch vergeblich, sich den Durchbruch zu erzwingen, denn die Hausgenossen leisteten grimmigen Widerstand.
»Einen Augenblick später«, behauptete Fuska, »und die Feinde wären in unsere ganze Stadt eingedrungen.«
»Wir stehen wie eine feste Mauer«, schwor Max, indem er einen der Hauptangreifer zurückdrängte, »hier kommt keiner durch!«
Trotzdem war er von dem Fortgang des Kampfes unbefriedigt. Festgehalten konnten in diesem Engpaß die Feinde wohl werden, allein sie wichen auch nicht wesentlich zurück, und da es in dieser Lage unmöglich war, eine Entscheidungsschlacht zu liefern, drohte die Sache gefährlich zu werden.
»Es müssen ihrer viele sein«, meinte düster Fuska; »denn wenn sie nicht von rückwärts Unterstützung hätten, wären sie sicher schon geflohen.«
Max überlegte eine Weile in schweren Gedanken versunken.
»Fuska«, sagte er dann, »willst du die Verteidigung des Ganges übernehmen?«